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  Gründung
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  1950-54     1955-59  
  1960-64     1965-69  
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Mündige Bürger
Die Mündigen Bürger
 

Mündige Bürger
 
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Daten

Daten   Gliederung   Parteitage   Wahlteilnahmen   Geschichte   Programm   Verlautbarungen   Periodika   Logos/Bilder/Eindrücke  

  Daten oben
   
Gründung:
 
Vorstand:
 
 
30.8.1975 (1)
 
Stand 14.6.1993 lt. Bundeswahlleiter:
 
Vorsitzende (seit 1975):
   Erika Herbst (*25.3.1925, Medizinjournalistin [4])
1. Stellv.: Stefan Petöfalvi
2. Stellv.: Luise Ferch
Schriftführer: Michael Bayer
Schatzmeisterin: Grete Goemmel
 
(6,3)  
 
  Auflösung:
 
Mitgliederzahl:

 
1990: 1094 (1)

  Gliederung oben
 

 
1987:
 
Bundesverband sowie 11 Landesverbände (7)
 
 
Stand 14.6.1993:
 
Bundesverband
 
 
Landesverband Baden-Württemberg:
 
Vorsitzender: Albert Dürr
1. Stellv.: Hans-Jürgen Dittmar
2. Stellv.: Gudrun Rummel
Schriftführer: Hans-Jürgen Bach
 
 
Landesverband Bayern:
 
Vorsitzende: Erika Herbst
Stellvertreter: Hans Ströbel, Hans Abt
Schriftführerin: Erna Ströbel
Beisitzerin: Jutta Meyburg
 
 
Landesverband Hessen:
 
Vorsitzender: Christian Langenbach
1. Stellv.: Roland Graf zu Bentheim
2. Stellv.: Renate Merz
Schriftführerin: Anneliese Augustin
Beisitzer: Hugo Medler, Georg Ahrend
 
 
Landesverband Niedersachsen:
 
Vorsitzende: Rosemarie Cranz
Stellvertreter: Harald Schwarz, Alfred Riegel
Schriftführer: Reinhard Temme
Beisitzer/in: Friederike Roeders
   Helmut Woywod, Friedrich Werthmann
 
 
Landesverband Saarland:
 
Vorsitzende: Christel Wachter
Stellvertreter/in: Walter Risch, Anneliese Risch
Schriftführer: Heinz Wachter
 
 
Landesverband Schleswig-Holstein:
 
Vorsitzender: Hans-Wilhelm Köster
Stellvertreter: Heilwig Birn, Erich Frohne
Schriftführerin: Lilly Schütt
 
(3)
 
 
Eigene Jugendorganisationen unterhielten die Mündigen Bürger nicht (5/S. 2)

 

  Parteitage oben
   
? 30.8.1975
1976
1977
1978
1979
1980
1981
1982
1983
1984
1985
1986
1987
? 8.10.1988
1989
1990
1991
1992
 
? Gründungsparteitag in Feucht
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  Wahlteilnahmen oben
   
Europawahl 17.6.1984:
 
52 753 Stimmen (0,21%) (10)
Anm.: Als Wählergemeinschaft Mündige Bürger
 
 
Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 12.5.1985:
 
925 Stimmen (0,001%) (11)
 
 
Bundestagswahl 25.1.1987:
 
611 Erststimmen (0,0016%) (in Baden-Württ.) (15)
24 630 Zweitstimmen 0,065%) (12)
   Baden Württemberg 7376 (0,13%) (15)
   Bayern 6714 (0,10%) (13)
   Bremen 259 (0,060%) (14)
   Niedersachsen 3591 (0,076%) (15)
   Nordrhein-Westfalen 6690 (0,061%) (10)
 
 
Landtagswahl Hessen 5.4.1987:
 
129 Stimmen (0,0039%) (16)
 
 
Europawahl 18.6.1989:
 
32 246 Stimmen (0,11%) (10)
 
 
Bundestagswahl 2.12.1990:
 
72 Erststimmen (0,00016%) (in Berlin) (17)
492 Zweitstimmen 0,0011%) (17)
   Brandenburg 492 (0,0035%) (17)
 

  Geschichte oben
 

 
Die Partei "Die Mündigen Bürger" (Kurzform: Mündige Bürger), bis zum 23.11.1984 nur "Mündige Bürger" (1), bildete sich am 30.8.1975 im mittelfränkischen Feucht (6) als die politische Form des gemeinnützigen Vereins "Fortschriftt für alle" um die "Medizinjournalistin und Esoterikerin Erika Herbst" (2).
Es sollten die vom Verein von 1966 bis 1985 erarbeiteten Hilfen und Problemlösungen ... durch Gesetz verwirklicht werden. Man sah sich nicht nur auf dem Boden des Grundgesetzes, sondern auch auf jenem der 10 Gebote. Zitat: "Sie macht ernst mit den Worten des Grundgesetzes: "In der Verantwortung vor Gott und den Menschen" und dultet keine Unsauberkeit und Bestechlichkeit" (5,2). Ferner heißt es in der Satzung: "Die Mündigen Bürger treiben im Gegensatz zu allen anderen Parteien eine ideologiefreie Sachpolitik und stehen daher weder rechts noch links noch in der Mitte, weil dies alles ideologische Begriffe sind. Sie werden weder von links- noch von rechtsradikalen Organisationen finanziert oder unterstützt. Wer die Mündigen Bürger öffentlich als Rechts, Links oder Mitte bezeichnet, hat mit gerichtlichen Schritten zu rechnen. Ebenso wer die Mündigen Bürger öffentlich als verkappte Sekte oder Sinnverwandtes verleumdet. Sie sind keine Religionsgemeinschaft, sondern handeln laut Grundgesetz "In der Verantwortung vor Gott und den Menschen"." (5) Als Ziele werden die Beendigung der immensen Staatsverschuldung zur Minderung der Steuerlast und Arbeitslosigkeit, die Umsetzung von Umwelt- und Lebensschutz statt dauernder leerer Worte sowie die Verwirklichung des Artikel 20.2. "Alle Gewalt geht vom Volke aus. ..." genannt. Die Mündigen Bürger sind für eine Politik der Liebe, die glücklich machen soll. (5)
Der organisatorische Schwerpunkt der Vereinigung lag in Bayern (2); wenn sich auch über die Jahre Landesverbände in weiteren Bundesländern bildeten (3). Sitz der Mündigen Bürger, die sich in ersten Linie an enttäuschte CSU-Wähler wandte (2), war im Jahr 1993, und vermutlich auch davor, ebenfalls Feucht (5).
 
"Ein besonderes Engagement der Gründerin, Vordenkerin und Vorsitzenden Erika Herbst galt der Verteidigung des Apartheid-Systems Südafrikas. Nach einem Besuch schätzte sie es als „der Mentalität der Schwarzen entsprechend“ ein und setzte in ihrer Partei einen Fernsehspot zur Bundestagswahl 1987 mit diesem Thema durch." (2)
Zur Bundestagswahl 1980 wurde die Partei vom Bundeswahlausschuß zwar als solche anerkannt, fehlende Unterstützungsunterschriften verhinderten dann allerdings die Zulassung. Da sie somit seit ihrer Gründung an keiner überregionalen Wahl teilgenommen hatte, löschte der Bundeswahlleiter sie 1981 aus seiner Unterlagensammlung; der darauffolgende Widerspruch wurde abgeschmettert. Eine Neuaufnahme erfolgte dann am 14.5.1985 (1).
"Zur Europawahl 1984 trat die Wählergemeinschaft mündiger Bürger als sonstige politische Vereinigung an und erzielte 52.753 Stimmen (0,2 %). Die Partei trat zur Bundestagswahl 1987 in 5 von 10 Bundesländern mit eigenen Listen an und erreichte insgesamt 24.830 Stimmen (0,065 %)."(2) Die Ausgaben hierfür beliefen sich auf 47421,61 DM (8), was komplett aus der eigenen Tasche finanziert werden mußte, da sie aufgrund der niedrigen Stimmenzahl nicht in den Genuß der stattlichen Wahlkampfkostenerstattung kam. "Bei der Europawahl 1989 trat die Partei ebenfalls an und erreichte 32.246 Stimmen (0,1 %). Auch für die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen 1985 (925 Stimmen; 0,0 %) und Hessen 1987 (129 Stimmen; 0,0 %) stellten Die Mündigen Bürger Listen auf."(2)
 
Über die finanzielle Situation konnten nur Zahlen für die Jahre 1986 und 1987 ermittelt werden. Überwiegend lebte die Partei von Spenden. Der Rechenschaftsbericht der Mündigen Bürger für das Jahr 1986 weißt Gesamteinnahmen von 124250,08 DM aus, darunter entfielen auf Mitgliedsbeiträge 36297,22 DM, auf Zinsen 2417,78 sowie auf Spenden 85535,08 aus. Zu den Ausgaben wurden keine Angaben gemacht (7). Im folgenden Jahr beliefen sich die Einnahmen auf 162478,83 DM (Mitgliedsbeiträge 33818,76, aus Vermögen 1546,61, Spenden 127113,46 DM); ausgegeben wurden 237006,40 DM. Außerdem verfügte die Vereinigung noch über Geldbestände in Höhe von 1230,66 DM. (9)
 
"In Bayern kam es zur zeitweiligen Zusammenarbeit mit der Freiheitlichen Volkspartei (FVP), einer Abspaltung der Republikaner um Franz Handlos. Eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Mündige Bürger“ zum Thema „alternative Krebstherapie“ unter Führung von Erika Herbst besteht weiterhin [Anm.: Stand 2/2015]." (2)

 

  Periodika oben
   

 

  Logos/Bilder/Eindrücke oben
   

 


 
 
 

 
 

 
 
 
   
Quellenverzeichnis:
 
(1) Bundeswahlleiter, Ausgewählte Daten politischer Vereinigungen, Stand 31.12.1997, S. 131/132
(2) www.wikipedia.de > Die Mündigen Bürger, Stand 15.2.2015
(3) Bundeswahlleiter, Unterlagensammlung der Parteien > Die Mündigen Bürger, Stand 14.6.1993 (im HA)
(4) www.wikipedia.de > Erika Herbst, Stand 18.10.2013
(5) Bundeswahlleiter, Unterlagensammlung der Parteien > Die Mündigen Bürger > Satzung, Stand 14.6.1993 (im HA)
(6) ?, vermutl.: Peter Schindler: Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1983 bis 1991, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1994 > Die Mündigen Bürger
(7) Deutscher Bundestag, Drucksache 11/1660, S. 7
(8) Deutscher Bundestag, Drucksache 11/3315, S. 122
(9) ebd., S. 120-123
(10) Bundeswahlleiter, http://www.bundeswahlleiter.de/de/europawahlen/downloads/ew_ab79_ergebnisse.pdf, abg. 3.4.2015
(11) Quelle ?, Wahlergebnisse Nordrhein-Westfalen 1947 - 1995, ROP Lfg 8/95, Schreiben vom ? an H
(12) Bundeswahlleiter, http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/fruehere_bundestagswahlen/btw1987.html, abg. 3.4.2015
(13) Quelle ?, Wahlergebnisse Bayern 1946 - 1994, ROP Lfg 2/95, Schreiben vom ? an H
(14) Quelle ?, Wahlergebnisse Bremen 1947 - 1995, ROP Lfg 8/95, Schreiben vom ? an H
(15) Wikipedia.de > Bundestagswahl 1987, Stand 25.1.2015
(16) Statitisches Landesamt Hessen, Wahlergebnisse Landtagswahlen 1946-95, Schreiben vom ? an H
(17) Wikipedia.de > Bundestagswahl 1990, Stand 25.1.2015
 

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