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  Gründung
  1945-49  
  1950-54     1955-59  
  1960-64     1965-69  
  1970-74     1975-79  
  1980-84     1985-89  
  1990-94     1995-99  
  2000-04     2005-09  
  2010-14     2015-19  
 
 
 
 

FSU
FREISOZIALE UNION - Demokratische Mitte -
 

Logo Freisoziale Union FSU
 
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Daten

Daten   Gliederung   Parteitage   Wahlteilnahmen   Geschichte   Programm   Verlautbarungen   Veröffentlichungen/sonstige   Periodika   Logos/Bilder/Eindrücke  

  Daten oben
   
Gründung:
 
Vorstand:
 
 
9.9.1950 (2b)
 
Vorsitzende:
 
1950-1952 Richard Batz (*23.8.1894 †10.3.1965, Architekt)
1952-1954 Wilhelm Radecke
1954-1956 Albert Bartels
1956/57 Peter Thielen († 4.9.1957)
1957/58 Dr. Ernst Schröder, komm. Vors. 1958 – 1961
1961-1986 Dr. Kurt Keßler
1986-1996 Hans-Bernhard Zill
1996-1998 Karl-Heinz Wandel († 23.04.1998)
1998 Wilfried Harder, komm. Vors.
1998-1999 Horst Mikonauschke
1999-2000 Hermann Benjes
2000-2001 Wolfram Triebler
 
(2b)  
 
  Auflösung:
 
Mitgliederzahl:
Umbenennung 2001 in Humanwirtschaftspartei (3)
 
1972: 2675 (3)
7/2000: 254 (4)

  Gliederung oben
 

 
Vorstände Bundesverband
Vorstände Landesverbände
Vorstände Bezirksverbände
Vorstände Kreisverbände
Vorstände Ortsverbände
 

 

  Parteitage oben
   
u.a.
 
9.9.1950
 
 
 
Vereinigungsparteitag in Bielefeld (3)

 

  Wahlteilnahmen oben
   

 
 

  Geschichte oben
 

 
Die Freisoziale Union (FSU) entstand am 9. September 1950 als Zusammenschluß der freiwirtschaftlichen Parteien RSF (Radikal-Soziale Freiheitspartei) aus der britischen Zone, der Sozialen Freiheitspartei SFP (amerk. Zone) sowie Freien Sozialen Partei FSP aus der französischen . Sie wurde mit dem Ziel gegründet, "die Erkenntnisse Silvio Gesells durch eine unabhängige politische Organisation zu verwirklichen" (2b,8). Zum ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung den Architekten Richard Batz, der zuvor der RSF vorstand (2b,5)
Durch die Einführung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) mit Freiland und Freigeld sollten die Ursachen für Wirtschaftskrisen, Umweltzerstörung und sozialer Ungerechtigkeit beseitigt werden. Die unnatürliche Anwendung des Tauschmittels Geld, welches nichts weiter als der Gegenwert einer bestimmten Menge geleisteter Arbeit ist, das im bestehenden System selbst ohne weiteres Zutun vermehrt oder ohne Wertverlust, im Gegensatz zu Waren wie Nahrungsmittel oder Bekleidung, gehortet werden könne, führe zu Instabilität, zu einer ständigen Umverteilung von unten nach oben. Geld müsse genauso wie alle anderen Waren behandelt werden und demzufolge bei Hortung einem Wertverlust unterliegen. Geschehe dies nicht, würde das Kapital im Falle schlechter Renditeaussichten vom Markt zurückgehalten werden; erzeuge es nach Auffassung der FSU Arbeitslosigkeit. Zudem erleichtere der Landbesitz die Bodenspekulation. Die Freisoziale Union forderte die Umwandlung des Besitz- in ein Nutzungsrecht an Grund und Boden, welches dem höchsbietenden zur "leihweisen" Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt werden solle.
Auf dem 22. Bundesparteitag beschloß die FREISOZIALE UNION ihren Parteinamen um den Zusatz "Demokratische Mitte" zu ergänzen (8).
Den anhaltenden Mitgliederschwund vor Augen suchte die FSU seit langem nach Wegen aus dem Bedeutungsverlust. So sahen einige verstärkte Wahlteilnahmen als möglichen Weg, andere hielten solches für reine Geld- und Kräfteverschwendung und setzten mehr auf Bildungsveranstaltungen. Es herrschte eine gewisse Ratlosigkeit vor. Um so verlockender erschien das vom Neumitglied und Werbefachmann Hans Olbrich zusammen mit dem damaligen Organisationsreferenten der Partei, Thomas Seltmann, erarbeitete, kostspielige Konzept mit neuen Namen und Programm für Partei und Zeitschrift "Der 3. Weg". Eine Vervielfachung der Mitglieder- und Abonnentenzahl innerhalb kurzer Zeit wurde in Aussicht gestellt; warnende Stimmen der wenigen Skeptiker mit Blick auf die prekäre Lage bei den regelmäßigen Einnahmen der FREISOZIALEN UNION hatten keine Chance auf Gehör.
Auf dem 54. FSU-Bundesparteitag im Oktober 2000 in Wuppertal wurde das Konzept gebilligt; am 28. April 2001 der Parteiname auf einem Sonderparteitag (ebenfalls in Wuppertal) schließlich in HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI, jener der Zeitschrift in HUMANWIRTSCHAFT (später als HUMANE WIRTSCHAFT) gewandelt (2b).

 

  Periodika oben
   
Der freie Mensch
 
- 3. Jg. 1949 - 6. Jg. 1952; (vormals RSF-Mitteilungen)
- fortan als "Freisoziale Presse" (8b)
 
 
Freisoziale Presse
 
6. Jg. 1952 - 26. Jg. 1972, vormals "Der freie Mensch" (8b)
 
 
Informationen für Kultur, Wirtschaft und Politik
 
- (1948) 1950 - 16. Jg. 1963; (vormals "RSF-Rundschreiben")
- fortan als "FSU-Informationen für Kultur, Wirtschaft und Politik" (8b)
 
 
FSU-Informationen für Kultur, Wirtschaft und Politik
 
- ermittelt 17. Jg. 1964 - 40. Jg. 10/1987 (8b,11)
- vormals als Informationen für Kultur, Wirtschaft und Politik (8b)
 
 
UND Unabhängiger Nachrichtendienst
 
ermittelt 1958 (Ausg. 8) - 1974 (Ausg. 8) (8b)
 
 
FSU-Schriftenreihe
 
ermittelt ab 1966 - ? (10,11)
 
 
Freisoziale Korrespondenz
 
ermittelt 1966 - 1969 (8b)
 
 
Die Aussprache
 
ermittelt 1967 (8b)
 
 
FSU-Eilbrief
 
ermittelt 1978, Hamburg (8b)
 
 
FSU-Rundbrief
 
ermittelt 1979, Hamburg (8b)
 
 
Der 3. Weg / DER DRITTE WEG
 
- 1. Jg. 1970 - 32. Jg. 2001 (2b,8b,11)
- fortan als "HUMANWIRTSCHAFT" der HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI
 
 
 

 
Ausgaben der FSU-Landesverbände:
 
 
Landesverband Baden-Württemberg:
 
Der FSU-Brief
 
ermittelt 1979 - 1981 (8b)
 
 
 
 
Landesverband Bayern:
 
tip
 
ermittelt 1967 (8b)
 
 
 
 
Landesverband Berlin:
 
Der Wecker
 
ermittelt Nr. 15, o. Datum (11)
 
 
 
 
Landesverband Hamburg:
 
Hamburger Kommentare
 
Zeit ? (8b)
 
 
Freisoziale Umschau
 
ermittelt Jg. 1999 u. 2000 (viertelj.) (11)
 
 
 
 
Landesverband Niedersachsen:
 
Niedersachsen Rundbrief
 
ermittelt min. ? - 12/1999 (11)
 
 
 
 
Landesverband Nordrhein-Westfalen:
 
Die Lupe
 
ermittelt Nr. 1, Feb. 2000 (11)
 
 
 
 

 
Ausgaben der FSU-Jugendverbände:
 
 
Scheinwerfer (Freisoziale Jugend FSJ)
 
ermittelt ca. 3 Ausgaben (12)
 
 
 
 
 

  Logos/Bilder/Eindrücke oben
   
Parteilogo (7)
 
Logo FSU

 
 
 

 
 

 
 
 
   
Quellenverzeichnis:
 
(1) Bundeswahlleiter, Unterlagensammlung der Parteien, FSU
(2) Webseite Humanwirtschaftspartei, www.humanwirtschaftspartei, abg. 3.7.2016
(2b) ebd., > Geschichte > FSU und HUMANWIRTSCHAFT, abg. 5.7.16
(3) Bundeswahlleiter, Ausgewählte Daten politischer Vereinigungen, Stand 31.12.2014, S. 130-132
(4) FSU - Verbandsliste vom 26.7.2000, (im HA)
(5) Wikipedia.de, Richard Batz, Stand 30.9.2015
(7) Briefkopf Schreiben Thomas Seltmann an H vom 22.3.1999
(8) Richard Stöss, Die Freisoziale Union; in Richard Stöss (Hrsg.): Parteienhandbuch, Westdeutscher Verlag, Opladen 1984, S. 1397ff.
(8b) ebd., S. 1421
(9) FSU Gegenwartsprogramm 1993, Ausgabe 1995, (im HA)
(10) Horst W. Schmollinger/Richard Stöss, Die Parteien und die Presse der Parteien und Gewerkschaften, Verlag Dokumentation Saur, München 1975, S. 143
(11) Originalausgaben im HA
(12) Auskunft Helmut Bein 22.11.16
 

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